Chi-Too-Ryu
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  Herzlich willkommen bei Chi-Too-Ryu Kampfkunstzentrum Erdberg


 

Kata (jetzt neu mit Video!)

(Form, Gestalt)

In den Kampfkünsten versteht man unter dem Begriff Kata eine genau festgelegte Serie von Techniken, in denen die Methoden und Kampfstrategien gegen einen Angreifer verschlüsselt sind. Sie werden sowohl zur Abwehr als auch für den Konter verwendet.

Früher gab es drei Arten von Kata, die zu verschieden Zwecken geübt wurden:

Rinto-Kata Kata für den Kampf
Hyoen-Kata Kata zur Vorführung
Rentan-Kata Energetische Kata

Die heutigen Kata beinhalten zumeist alle drei Prinzipien, was ihre Übersetzung jedoch sehr erschwert und zu vielen Missverständnissen führt.
Es war und ist einem Uneingeweihten, selbst wenn es ihm gelingt. die Kata-Form zu lernen, ohne die Hilfe eines Meisters nicht möglich, sie zu entschlüsseln. Denn was nützt es eine Bewegung zu machen, wenn man nicht weiss, wozu sie dient.

Die Kata hat einen inneren Sinn und eine äußere Form. Der innere Sinn ist durch die Form verdeckt, und das Ziel besteht darin, durch die Übung der Form den Sinn zu suchen.

Im Chi Too Ryu werden Kata aus dem Kyokushinkai, dem Okinawa Goju Ryu, dem Uechi Ryu und dem Shito Ryu unterrichtet. Außerdem werden Kata mit den klassischen Kobudowaffen praktiziert.

Kyokushinkai

Sanchin, Tensho, Taikyoku I, II, III, Pinan I, II, III, IV, V, Gekisai Dai, Gekisai Sho, Saifa, Seienchin, Seipai I, Kanku Dai, Sushi Ho, Yantsu, Tsuki no Kata, Garyu

Goju Ryu

Seipai II, Kururunfa, Sesan, Shisochin, Suparimpei

Uechi Ryu

Sanseryu

Shito Ryu

Happoren, Nipaipo

Kata mit Bo

Jion, Shushi no Kon Sho, Muktinath Shodan no Kon


Taikyoku-Kata:

Vorbereitende Kata,
Herkunft: Shotokan-Karate, gegründet von FUNAKOSHI YOSHITAKA, Meister FUNAKOSHIS Sohn. Anfangs waren es drei Kata (Shodan, Nidan, Sandan), dann wurden sie in einigen Stilen auf sechs erweitert. Manche Lehrer verwenden die Taikyoku-Kata zum Einführen ihrer Schüler in das Kata-System. Manche verwenden sie auch dazu, verschiedene Techniken des Kihon zu üben. Sie ersetzen einfach die Techniken der Taikyoku mit anderen Grundtechniken. Das Schrittdiagramm (Karategramm) bleibt aber dabei immer gleich.

Pinan-Kata:

Friedfertiger Geist,
Wird in anderen Stilen auch Heian-Kata genannt. (z.B. im Shotokan), ist aber sonst identisch. Sie besteht aus fünf Karate-Kata, die die wichtigsten Bewegungsprinzipien und die fundamentale Technik des Shorin-ryu schulen. Sie wurden 1905 von Meister ITOSU aus Shuri gegründet und 1907 an den Grundschulen Okinawas eingeführt.

Sanchin:

Kata des Shorei-ryu. Sanchin bedeutet "drei Phasen" und ist eine der wichtigsten Kata im Karate. Man weiß heute, daß die ursprüngliche Sanchin aus China stammt (Cham-chien), und sie dort mit offenen Händen ausgeübt wurde. In der Anfangsform war die Atmung sanft und fließend, erst später wurde sie hart und tief (Ibuki). Sie ist in fast allen Stilen vertreten. Auch wenn sie überall mit ein paar kleinen Abweichungen gelehrt wird, verfolgen alle das gleiche Ziel. - Die Art der Bewegung, Atmung und Kraftentwicklung stärkt die Gesundheit, erhöht die Vitalität und kräftigt Geist und Körper. Der essentielle Punkt einer Kata wird auf Okinawa "Kakuchi" genannt.
Die essentiellen Punkte der Sanchin (Go) und der Tensho (Ju) sind die Basis aller anderen Kata!
Die Sanchin ist eine isometrische Kata, bei der jede Bewegung mit voller Spannung ausgeführt wird, begeleitet von einer tiefen Ibuki-Atmung. Ziel der Kata ist eine Kräftigung der Muskulatur, Verbesserung der Konzentration, die Entwicklung eines im Boden verankerten Standes und die korrekte Atmung.

Tensho:

Kata der okinawanischen Shorei-Schule,entwickelt von MIYAGI CHOJUN, nachdem er aus China zurückgekommen war. Er studierte dazu die chinesische Rokkishu, die auch im Kranichstil verwendet wird. Sie betont die weichen Bewegungen und ist daher das Gegenstück zur Sanchin-Kata, die sehr harte Bewegungen hat. Sie besteht lediglich aus drei Schritten vorwärts und drei Schritten zurück. Das klingt sehr einfach, doch genau darin liegt der Schwerpunkt. Es kommt auf die Perfektion der Feinheiten und die Konzentration der Aufmerksamkeit an, was sehr schwierig ist.
Sehr wichtig ist das Handgelenk. Es muß entspannt und geschmeidig sein, so dass bei einem Angriff des Gegners der Kontakt mit seinem Arm hergestellt wird und nicht wieder verlorengeht (Kakie = klebende Hände), was sehr wichtig für den Nahkampf ist.

Gekisai:

MIYAGI CHOJUN gründete diese Kata und hat sie im Goju-ryu zur Einführung der Anfänger in die Kampfkünste verwendet. Es gibt im Goju-Ryu zwei Varianten (Gekisai Dai Ichi, Gekisai Dai Ni), die im Kyokushinkai als "Gekisai Sho" bezeichnete Kata weist aber mit der Kata "Gekisai Dai Ni" von MIYAGI CHOJUN keinerlei Ähnlichkeiten auf, wogegen "Gekisai Dai Ichi" und die Kyokushinkai-"Gekisai Dai" nahezu ident sind.
Sai bedeutet "Festung" und Geki bedeutet "niederreißen". Sie lehrt Stärke in der Bewegung und Entschlossenheit in der Handlung. Sie bildet eine Parallele zu den Pinan-Kata.

Yantsu:

"sauber halten" - Diese höhere Kata steht für die Reinheit der eigenen Prinzipien und Ideale. Sie kommt aus der Shorei-Schule. Es gilt der Grundsatz, dass diese Prinzipien niemals zugunsten anderer Vorteile verraten werden dürfen. Dies gilt als Schande und unwiderrufliche Beschmutzung der eigenen Ehre.

Tsuki-no:

In dieser Kata wird besonders auf die Technik des Tsuki (Fausttechnik) geachtet.

Saifa:

Ebenfalls eine höhere Kata aus der okinawanischen Shorei-Schule und bedeutet soviel wie "große Welle". Diese Kata lehrt vor allem Abwehr- und Kontertechniken mit derselben Hand. Die Schlagtechniken sind kreisförmig und werden meist mit den Armgelenken ausgeführt.

Kanku-dai:

Sie ist eine Variante der okinawanischen Kushanku, die von einem gleichnamigen chinesischen Kampfkunstexperten gegründet wurde und sie auch 1756 auf Okinawa brachte. Sie schult eine umfangreiche Technik, einen umfassenden Kampfstil und enthält viele Arten der Bewegung, die abwechselnd schnell und langsam durchgeführt werden. Sie soll besonders das richtige Verhältnis zwischen starkem und leichtem Krafteinsatz sowie das richtige Verhältnis zwischen langsam und schnell lehren. Sie bezieht sich auf das Gleichgewicht dieser Gegensätze und repräsentiert die Einheit des Universums im natürlichen Rhythmus der Veränderungen. Darum wird sie auch Kanku ("Blick in den Himmel") genannt. - Kan = "beobachten", Ku = "Leere" oder "Himmel"

Seienchin:

Die Seienchin ist eine "weiche" Kata und enthält zahlreiche Zieh- und Wurftechniken für den Nahkampf. Sie ist eine lange Kata mit vielen langsamen Bewegungen, die aus Shiko-dachi ausgeführt werden und sie enthält keine Fußtechniken. Ihre Hakenblocks weisen auf ihren chinesischen Ursprung hin. Sie gehört außerdem zu den "höchsten" Kata.

Sushiho:

Diese Kata ist auch unter dem Namen "Gojushiho" bekannt, und bedeutet übersetzt soviel wie "54 Schritte". Sie ist eine sehr hoch entwickelte Kata, wird aber in verschiedenen Stilrichtungen sehr unterschiedlich ausgeführt.

Garyu:

Diese Kata ist die einzige wirkliche Kyokushin-Kata und wurde vom Gründer des Kyokushinkai, MASUTATSU OYAMA gegründet. Sie beinhaltet sowohl kraftvolle Fußtritte als auch Techniken der "klebenden Hände".

Seipai:

Die Seipei ist ebenfalls eine "höhere" Kata aus dem Goju-ryu mit einem ausgewogenen Verhältnis von Go (hart) und Ju (weich) - Techniken. Sie enthält viele verborgene Techniken und Kombinationen, die den Gegner verwirren sollen. Sie hat aber außer der ersten Bewegung nichts mit der Kyokushin-Seipei von OYAMA gemeinsam.

Jion:

Sie ist eine okinawanische Kata, die aus China stammt. Die Bezeichnung Jion ist identisch mit Shaolin, dem alten chinesischen Kloster, das für die Kampfkunst seiner Mönche bekannt war. Jion bedeutet aber auch "Liebe und Gnade". Ihre Übung vermittelt die vollkommene Harmonie in der Bewegung, das Gleichgewicht des Geistes und soll zu einem direkten, wirkungsvollen Kampfstil führen. Sie wird bei uns mit dem Bo (Stock) ausgeführt.

Happoren:

Die Kata der acht Richtungen. Auch Paipuren oder Papuren genannt, ist heute unter verschiedenen Varianten in mehreren Stilen des Karate verbreitet. Die Happoren gilt als Ursprung der okinawanischen Sanchin und Tensho.
Sie wird als das Herz in der Suche nach den Quellen des okinawanischen Karate betrachtet. Sie spielte eine Hauptrolle in der Gründung der okinawanischen Stile. Sie wurde bereits am Anfang des Stils als Qi-gong-Übung gegründet, und sollte eine innere Kraft im Übenden entwickeln, durch die er die Vitalpunkte des Gegners negativ stimulieren konnte.

Shisochin:

Sie ist eine okinawanische Karate-Kata der Shorei-Schule mit chinesischem Ursprung, die das Kämpfen in vier Richtungen lehrt. Im Goju-Ryu gehört sie zur Grupper der "weichen" Kata. Die Kata übt, mittels Würge- und Haltetechniken anzugreifen, oder sich gegen solche Techniken zu wehren.


© by Kampfkunstzentrum Erdberg Chi-Too-Ryu

 


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